CASA meets Art
In der ersten Projektphase von CASA haben wir neue Wege der Wissenschaftskommunikation erkundet und dabei innovative Projekte an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst entwickelt. Entstanden sind zwei Ausstellungsobjekte, die unsere Forschungsinhalte auf kreative Weise vermitteln und einem breiten Publikum zugänglich machen.
Kunstinstallation DIS/PLAY - 2021-2023
Unter dem Titel „DIS/PLAY“ hat der Künstler Ralf Baecker ein Kunstwerk speziell für den Exzellenzcluster CASA geschaffen, welches die Themen Überwachung und Privatsphäre räumlich aufgreift und auf humorvolle Art und Weise sichtbar macht.
Über das Projekt
Die ortsspezifische Installation des Künstlers erstreckt sich über die Forschungs- und Arbeitsbereiche der Wissenschaftler*innen im Erdgeschoß und im ersten Stock des Gebäudes MC auf dem Campus der Ruhr-Universität Bochum. Das Werk verwandelt das Haus in einen großen verteilten Computer und Bildschirm: Bits und Bytes fließen durch das Gebäude, Schwärme aus Zeichen und Zahlen bewegen sich durch Gänge und Räume. Insgesamt 126 im gesamten Gebäude verteilte Nodes reagieren auf vorbeigehende Besucher*innen mit Botschaften, die die Themen Überwachung und Privatsphäre auf humorvolle Art und Weise kommentieren. Gleichzeitig werden die Botschaften durch das ganze Gebäude gesendet und schließlich auf der Hauptinstallation im Open Space angezeigt.
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Programmflyer (digitaler Download)
Künstlerresidenz RE:SEARCHING IT SECURITY - 2021/2022
Im Rahmen der Künstlerresidenz “RE:SEARCHING IT SECURITY” wollten wir unseren Wissenschaftler*innen die Möglichkeit geben, zu erkunden, wie sich die beiden Disziplinen Kunst und Wissenschaft gegenseitig bereichern können. Gleichzeitig sollte ein Kunstwerk entstehen, das der Öffentlichkeit einen ebenso neuen und ungewöhnlichen Blick auf Cybersicherheit ermöglicht und zum Nachdenken anregt.
Für die künstlerische Zusammenarbeit wurde der in Berlin lebende Medienkünstler Marco Barotti mit seinem Konzept APES ausgewählt. Über viele Wochen hinweg traf er sich mit Forscher*innen des Exzellenzclusters CASA, des Horst-Görtz-Institut für IT-Sicherheit und des Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre und diskutierte mit ihnen über ihre Forschungsthemen und Zukunftsvisionen in den Bereichen Cybersicherheit, Datenkonsum, Überwachungskapitalismus, Desinformation und Energiebedarf. Während des gemeinsamen Austauschs kamen immer wieder neue Impulse, Ideen und Denkanstöße hinzu, die das Kunstwerk geprägt haben.
Das Projekt wurde gemeinsam mit STATE realisiert.
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Dokumentation (digitaler Download)
APES: Kinetische Skulpturen – angetrieben von Datenkonsum und Cyberangriffen
Mit APES ist im Laufe der Künstlerresidenz eine Sammlung kinetischer Klangskulpturen entstanden: Aus recycelten Wi-Fi-Sektorantennen wurden vier Primaten hergestellt, die an einem 2 ½ Meter hohen Turm aus Traversen befestigt sind und von Algorithmen gesteuert werden. Bildschirme über ihren „Köpfen“ zeigen stetig steigende Zahlen zum Datenverbrauch (z.B. durch Google-Suchanfragen, gesendete E-Mails und Tweets) und zu Cybersecurity-Ereignissen. Ausgehend von der Idee des Überwachungskapitalismus und des Datenkonsums sind die Affen so programmiert, dass sie sich nach Mustern bewegen, die von eben diesen Zahlen bestimmt werden. Ergänzt werden die Klangskulpturen durch Videointerviews, die während der Künstlerresidenz mit den beteiligten Forscher*innen geführt wurden.