Ruhr-Uni-Bochum

Interspeech Best Student Paper Award für Matías Pizarro

Ein Best Student Paper Award der diesjährigen Interspeech Conference in Sydney ging an Matías Pizarro, Promotions-Alumnus unserer Fakultät, für das Paper „Lightweight Detection and Model Attribution of Synthetic Speech via Residual Statistical Fingerprints“.

Drei Personen stehen nebeneinander auf einer Bühne, die rechte Person hält ein Zertifikat, alle lächeln.
Drei Personen stehen auf einer Bühne vor einem großen beleuchteten Schriftzug 'Interspeech 2026' und halten eine Urkunde, im Hintergrund eine Projektion mit der Auszeichnung 'ISCA Award for Best Student Paper at Interspeech 2026' für Matias Pizarro.

Jedes Jahr würdigt die International Speech Communication Association ISCA auf ihrer Interspeech Conference die besten Student Paper. Aus vierzehn nominierten wurden 2026 drei Paper ausgewählt, darunter „Lightweight Detection and Model Attribution of Synthetic Speech via Residual Statistical Fingerprints“ von Matías Pizarro, Mike Laszkiewicz, Dorothea Kolossa und Asja Fischer. Darin entwickeln die Forschenden einen effizienten, sprachen- und systemübergreifenden Ansatz, um nicht nur zu erkennen, ob ein Audio KI-generiert ist, sondern auch von welchem Modell. Die möglichen Anwendungsbereiche einer solchen Methode sind zahlreich. So könnten die mittels Residual Statistical Fingerprints gewonnenen Erkenntnisse beispielsweise im Kampf gegen Deepfakes, Desinformation und Betrugsmaschen von großem Nutzen sein.

Die in dem Paper präsentierte Forschung ist auch Bestandteil von Matías‘ Dissertation mit dem Titel „Emerging Threats in Speech Systems: From Combating Adversarial Examples to Detecting Synthetic Speech“, die er im September 2026 erfolgreich verteidigt hat. Unter der Betreuung von Asja Fischer (RUB) und Dorothea Kolossa (TU Berlin) hat er sich mit verschiedenen Herausforderungen und Bedrohungen im Zusammenhang mit dem zunehmenden Einsatz autonomer Sprachagenten befasst. Mithilfe umsetzbarer, ressourceneffizienter und trainingsfreier Mechanismen sollen Manipulationen automatischer Spracherkennungssysteme und synthetische Eingaben erkennbar gemacht und den jeweiligen generativen Sprachmodellen zugeordnet werden. So könnten potentielle Bedrohungen erkannt und abgeschwächt und damit die Vertrauenswürdigkeit moderner Kommunikationssysteme gestärkt werden.


­Grundlage für die Entscheidung des ISCA Preiskommitees war unter anderem ein Video, in dem Matías die Ergebnisse des Papers präsentiert (Aufnahme & Schnitt: Pina Merkert). 

 

Allgemeiner Hinweis: Mit einer möglichen Nennung von geschlechtszuweisenden Attributen implizieren wir alle, die sich diesem Geschlecht zugehörig fühlen, unabhängig vom biologischen Geschlecht.